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Autor Thema: Wärmerückgewinnung beim Einsatz von Biomassebrennstoffen  (Gelesen 2868 mal)
H.-P. Ambros
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Architekt AKRP
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« am: 19. April 2010, 07:17:57 »

Durch die steigenden Preise für fossile Energieträger, ein gesteigertes Umweltbewusstsein sowie die immer schwieriger werdenden politischen Situationen, z.B. bei der Erdgasversorgung, rückt die Biomassenutzung immer weiter in den Vordergrund. Dennoch ist es bisher kaum möglich, den Brennwert der Holz- oder halmgutartigen Brennstoffe sicher zu nutzen. Biomassekessel benötigen hohe Rücklauftemperaturen um Korrosion am Kesselkörper zu vermeiden. Brennwertnutzung wird damit faktisch unmöglich. Da sich gerade einige Biomassebrennstoffe wie Hackschnitzel mit hohem Feuchtegehalt zur Brennwertnutzung sehr gut eignen, muss dem Markt eine Lösung angeboten werden, um diese Energiequelle effizient nutzen zu können.



Bei der Biomasseverbrennung treten bedingt durch die hohen Vorlauftemperaturen auch hohe Abgastemperaturen auf, diese werden in einem zweistufigen System aus Wärmetauschern auf ein möglichst niedriges Temperaturniveau abgekühlt. An dem ersten Abgaswärmetauscher findet eine trockene Abkühlung statt; die Abgase, die im Normalbetrieb eine Temperatur von 150-300°C haben, werden auf ein Niveau knapp oberhalb des Taupunktes (50-90°C) abgekühlt.

Dieser Wärmegewinn kommt dem Rücklauf der Heizanlage zugute. Der Wärmetauscher übernimmt die weitere Abkühlung und Auskondensation der Abgasfeuchte. Dies geschieht durch das Nutzen eines Pufferspeichers, welcher mit kaltem Wasser gefüllt ist und durch den Wärmeaustausch langsam aufgeheizt wird.

Die gespeicherte Energie kann bei jedem Trink- oder Prozesswasser- Zapfvorgang genutzt werden. Denkbar ist auch unter bestimmten Bedingungen die direkte Einbindung ohne Pufferspeicher. Das ausfallende Kondensat kann gesammelt, neutralisiert oder ggf. direkt eingeleitet werden.

Quelle: Schräder Abgastechnologie
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