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Autor Thema: Wie sicher sind Windräder im Meer verankert ?  (Gelesen 4118 mal)
H.-P. Ambros
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« am: 23. Mai 2010, 07:58:46 »

Weithin sichtbar ragen die Windräder aus der Nordsee – in scheinbar endlosen Reihen.

Um die besten Standorte für die Windenergieanlagen ausfindig zu machen, sind umfangreiche Untersuchungen des Meeresbodens erforderlich. Schließlich dürfen sich die Fundamente auch nach Jahren nicht im Sediment lockern.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Bremerhaven nutzen jetzt den Umstand, dass verschiedene Schichten des Meeresuntergrunds Schallwellen auf spezifische Weise reflektieren, um Offshore-Standorte zu bewerten. Mit Luftdruck – beziehungsweise Schallkanonen erzeugen die Wissenschaftler Signale, die von Unterwassermikrofonen aufgezeichnet werden. Die Messergebnisse über die Beschaffenheit des Bodens sind für die Fundamentplanung entscheidend.

"Um Schallsignale zu erzeugen, verwenden wir für unsere seismischen Messungen ausschließlich Luftdruckkanonen. Anhand der Schallgeschwindigkeit und der Laufzeit, die das Signal benötigt, um zum Mikrofon zu gelangen, können wir zum einen auf die Tiefenlage der verschiedenen Reflektoren beziehungsweise der Sedimentschichten schließen. Andererseits werden die Schallwellen an der Oberfläche des Meeresbodens und den darunterliegenden Sedimentschichten unterschiedlich stark zurückgestrahlt. Dort, wo sich die physikalischen Eigenschaften der einzelnen Meeresbodenschichten deutlich voneinander unterscheiden, fallen die Reflektionen besonders stark aus," erklärt Florian Meier, Geologe am IWES.

Sand habe sich aufgrund seiner Festigkeit als geeignetes Material für Offshore-Gründungen erwiesen. An Standorten mit Tonlagen seien oftmals genauere Untersuchungen notwendig, Böden mit Findlingen oder mächtigen Torflagen eigneten sich hingegen nicht als Baugrund.

Hydrophone, die in einem Streamer hinter einem Messschiff durchsWasser gezogen werden, zeichnen die Reflektionen auf. Bei dem Streamer handelt es sich um einen bis zu mehrere Kilometer langen, mit Öl gefüllten, wasserdichten Schlauch. Die Hydrophone sind in einem Abstand von einem Meter zueinander angebracht. Eine Software analysiert die aufgezeichneten Signale. Der Rechner befindet sich praktischerweise gleich auf dem Schiff. "Wir sind die ersten, die in der Nordsee in einer Tiefe von 20 bis 100 Metern die Flachwasser-Mehrkanalseismik nutzen, um den Baugrund zu erkunden. Während wir 50 und mehr Hydrophone verwenden, arbeiten andere Forscher oftmals lediglich mit nur einem Kanal.

Die Mehrkanalmethode bürgt jedoch unter anderem für eine bessere Signalqualität. Außerdem werden bei den meisten Vermessungen oft keine Luftdruckkanonen eingesetzt. Mit diesen sind wir aber in der Lage, in tiefere Sedimentschichten bis zum Fundament der Windenergieanlagen vorzudringen," sagt Meier. 2009 hat das IWES bereits eine seismische Baugrunderkundung für RWE durchgeführt.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik
Cocoon
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« Antworten #1 am: 04. August 2011, 18:38:44 »

Über die Beständigkeit der Offshore-Anlagen mache ich mir eigentlich wenig Sorgen, vielmehr trüben mich die Einwirkungen auf das Ökosystem, wie z.B. die Lärmbelästigung der Lebewesen unter Wasser, als auch für die Vögel.
Letzten Endes würde ich mich trotzdem für diese Anlagen einsetzen, denn klar tragen sie einen wichtigen Teil zur erneuerbaren Energieversorgung bei.
Manfred G.
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« Antworten #2 am: 18. August 2011, 12:42:40 »

Das Hauptproblem ist ja zurzeit wohl noch der große Energieverlust, wegen den langen Stromleitungen, die erstmal zum Land führen müssen.
Allerdings bin ich optimistisch, dass man in den nächsten Jahren dahingehend noch einige Fortschritte in Sachen Effiziens machen wird.
Doch der Trend geht bestimmt bald stärker richtung Solarstrom.
Bauhai
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« Antworten #3 am: 29. Januar 2012, 01:40:17 »

Ich glaube es eher nicht dass die Zukunft dem Solarstrom gehoert. Wenn man sich die Krise der Solarbranche anschaut sieht man sehr gut dass der Boom vorbei ist. Ohne die massive staatliche Foerderung haettes es die Krise schon viel eher gegeben.
Und was denkst du zu einer Kreuzfahrt mit MSC?
« Letzte Änderung: 19. Februar 2012, 03:54:28 von Bauhai »
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