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Neue EinfamilienhÀuser nicht teurer als 1995

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Offline parcus

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Neue EinfamilienhÀuser nicht teurer als 1995
« am: 24. August 2011, 23:34:50 »
Bauherren von EinfamilienhÀusern in Deutschland haben im Jahre 2009 Baukosten von 1.330 Euro pro Quadratmeter eingeplant - fast exakt denselben Ansatz wie Mitte der 90er Jahre. Wie eine Auswertung der Zahlen des Statistischen Bundesamtes durch LBS Research ergibt, ist der aktuelle Kostenvorsprung der neuen LÀnder nach wie vor erheblich: WÀhrend der Quadratmeter im Osten im Schnitt 1.122 Euro kostete, lag er in den alten LÀndern bei 1.400 Euro.



Speziell mit ReihenhĂ€usern lassen sich im Westen wie im Osten im Vergleich zu frei stehenden Immobilien pro Quadratmeter im Schnitt Einsparungen von einem FĂŒnftel realisieren (vgl. Grafik).

Werte von 900 Euro pro Quadratmeter wie bei ReihenhĂ€usern machen nach Auskunft der LBS-Experten deutlich, dass vor allem in den neuen BundeslĂ€ndern nach wie vor gute Möglichkeiten bestehen, mit kosten- und flĂ€chensparenden Bauformen die Schwelle zum Bau eigener vier WĂ€nde zu senken. Auch bei DoppelhĂ€usern werde hier die Marke von 1.000 Euro vielfach kaum ĂŒberschritten. Hinzu komme noch, dass die WohnflĂ€chen in diesen Objekten niedriger seien. Deshalb lĂ€gen die gesamten Baukosten fĂŒr ReihenhĂ€user und DoppelhaushĂ€lften in den neuen LĂ€ndern im Durchschnitt bei weniger als 120.000 Euro, wĂ€hrend sie bei frei stehenden Objekten bei 150.000 Euro lĂ€gen.

Offensichtlich spielen nach Auskunft von LBS Research die Baukosten bei der Auswahl der GebĂ€udeform nicht unbedingt die entscheidende Rolle. Denn in den neuen LĂ€ndern entstehen mittlerweile 88 Prozent der neuen Eigenheime als frei stehende Objekte, wĂ€hrend dieser Anteil 1995 noch bei 69 Prozent lag. Nicht ganz so ausgeprĂ€gt, aber in der Tendenz Ă€hnlich ist die Entwicklung in den alten LĂ€ndern, wo 2009 immerhin noch 30 Prozent der Eigenheime als Doppel- und ReihenhĂ€user entstanden (nach 35 Prozent im Jahre 1995). Gerade hier wird deutlich, dass vor allem in den wirtschaftsstarken BallungsrĂ€umen mit knappem und teurem GrundstĂŒcksangebot die ReihenhĂ€user - zusammen mit Wohneigentum auf der Etage - eine kostengĂŒnstige Alternative fĂŒr den Wohneigentumserwerb darstellen.

Der Trend zu mehr QualitĂ€t zeigt sich nach EinschĂ€tzung der LBS-Experten nicht nur beim Zug ins frei stehende Eigenheim, sondern auch an den gestiegenen WohnflĂ€chen bei allen Objekttypen. Am stĂ€rksten ist dies sogar bei den ReihenhĂ€usern zu beobachten, wo in Ost und West gleichermaßen die Marke von 125 Quadratmetern ĂŒberschritten wird. Insgesamt bleibt die WohnflĂ€che von neuen Eigenheimen, dominiert von den frei stehenden HĂ€usern, im Durchschnitt in den neuen LĂ€ndern mit 130 Quadratmetern um 12 Prozent hinter dem westdeutschen Wert (148 Quadratmeter) zurĂŒck. FĂŒr ein ostdeutsches Eigenheim liegen die veranschlagten Baukosten im Schnitt unter 150.000 Euro, wĂ€hrend das westdeutsche knapp ĂŒber 200.000 Euro liegt, also ĂŒber ein Drittel höher.

Dass die gĂŒnstige Preissituation sich allmĂ€hlich dem Ende zuneigt, schließt LBS Research aus den neusten Informationen der Baupreisstatistik. So sei der Baukostenindex 2010 um ein Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr gestiegen und liege im Mai 2011 bereits 2,7 Prozent ĂŒber dem Vorjahrsniveau. Immerhin, so die Experten, bleibe bemerkenswert, dass die Bauherren und Planer offenbar intensiv auf Maßnahmen zur Kostensenkung dringen. Anders sei nicht zu erklĂ€ren, dass insbesondere die im Vergleich zu Mitte der 90er Jahre noch einmal deutlich gesteigerte energetische QualitĂ€t im Neubau (in vielen FĂ€llen sogar deutlich ĂŒber den verschĂ€rften gesetzlichen Anforderungen) bislang so gut wie gar nicht "in die Preise gegangen" seien.

Quelle: LBS Research