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Mehr als 330.000 Haushalte in Deutschland heizen mit einer Wärmepumpe

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Offline parcus

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Die intelligente Technik hilft Hausbesitzern, bis zu 50 Prozent Energie zu sparen. Besonders effizient und kosteng√ľnstig ist die Kombination mit einer Solaranlage.

Vertikal oder horizontal ?
Die W√§rmereserven des Erdreichs lassen sich mittels Sonden oder Erdw√§rmekollektoren anzapfen. F√ľr die vertikale Installation einer Sonde wird ein circa 100 Meter tiefes Loch gebohrt. Die Bohrung dauert zwei bis drei Tage und kostet rund 130 Euro pro Meter. Preiswerter ist die Installation von Erdw√§rmekollektoren, die in bis zu 1,4 Meter Tiefe horizontal verlegt werden. Weil sich das Kollektorennetz auf bis zu 150 Quadratmeter erstreckt und die Fl√§che sp√§ter nicht mehr verbaut werden darf, eignet sich diese Art der Installation nur f√ľr gro√üe Grundst√ľcke.

Wärme pumpen und Geld sparen
W√§rmepumpen arbeiten nahezu wartungsfrei und verursachen nur geringe Betriebskosten. Manche Netzbetreiber bieten g√ľnstige Stromtarife f√ľr Haushalte mit W√§rmepumpen an. Die Installation lohnt: Im Vergleich zu einem alten √Ėlheizkessel verbraucht eine W√§rmepumpe nur halb so viel Energie. F√ľr Besitzer eines 130 Quadratmeter gro√üen Einfamilienhauses bedeutet das eine stattliche Kostenersparnis. Und diese Effizienz l√§sst sich noch steigern: ‚ÄěWer seine W√§rmepumpe mit einer Solaranlage kombiniert, kann ein Viertel seines W√§rmebedarfs allein durch Solarenergie decken‚Äú, sagt Uwe Viertel, Vertriebsleiter bei Solvis. Der Solarheizsystemhersteller Solvis bietet ein solarunterst√ľtztes Heizsystem an, das mit einer W√§rmepumpe erg√§nzt werden kann. Nur an tr√ľben Tagen, wenn die Kollektoren nicht mehr ausreichend W√§rme liefern, springt die W√§rmepumpe an. F√ľr ein komplettes Solarheizsystem mit W√§rmepumpe entstehen Hausbesitzern Kosten von bis zu 30.000 Euro. Pumpe und Solaranlage amortisieren sich in etwa acht Jahren.

Quelle: Solvis

Hallo,

wir haben seit 2007 unsere Wärmepumpe im Einsatz und sind mehr als zufrieden :)

Die Kosten sind gering ( Stromkosten ) und die Leistung - auch jetzt im tiefen - kalten Winter gut !

Kann ich Empfehlen !

Gruß

Offline kimi86

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Gibt es da eigentlich irgend etwas das Negativ ist an der ganzen sache? Im Grunde h√∂re und lese ich nur gutes dar√ľber, aber so richtig verbreitet ist das dann meiner Ansicht doch nicht so richtig. Also wenn jemand noch etwas dazu schreiben kann, dann soll er es doch bitte machen.

Offline marco78

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holgerr- welche Wärmepumpe habt Ihr?

Offline Maurer

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wir heizen auch mit einer Wärmepumpe. Kann ich nur empfehlen.
LG Maurer

Gibt es da eigentlich irgend etwas das Negativ ist an der ganzen sache? Im Grunde h√∂re und lese ich nur gutes dar√ľber, aber so richtig verbreitet ist das dann meiner Ansicht doch nicht so richtig. Also wenn jemand noch etwas dazu schreiben kann, dann soll er es doch bitte machen.

na dann gie√üen wir mal etwas Wasser in den Wein:  :cry:

Klar machen muss man sich, dass eine Erdwärmepumpe letztlich heißt: man heizt mit Strom! Und zwar nur und ausschließlich.
Nun heizt man nicht direkt mit Strom, sondern man treibt eine W√§rmepumpe (Prinzip K√ľhlschrank) an.
Man holt also mehr W√§rme (Heizleistung) aus der Erde raus als man erhielte w√ľrde man mit dem Strom einen Heizl√ľfter betreiben.
Dabei kommt es auf das Verhältnis von eingesetztem Strom (in kwH) und rausgeholter Wärme (in kwH) an.
Das nennt man die Leistungszahl (oder Jahresarbeitszahl) der Anlage.
Also beispielsweise 1 kwH Strom rein, 3 kwH Heizung raus.
Klingt ja soweit toll.  :mrgreen:

Wie hoch so eine Leistungszahl ist, das kann man nachschauen, zum Beispiel hier:
http://www.umweltbewusst-heizen.de/Heizungsvergleich/Waermepumpe/Jahresarbeitszahl/Waermepumpe-Jahresarbeitszahl-Leistungszahl-Temperatur.html [nofollow]
Nun sind die Zahlen aber das was M√ĖGLICH IST und nicht das was der Erdw√§rmesondenhandwerker GARANTIERT!
Also mit Erdwärme wird man möglicherweise garnicht auf die 3,4 (das ist nämlich schon das MAXimum unter idealen Bedingungen) kommen (und mit Luft nicht auf die 2,8) aus der Tabelle.
Wobei man erwähnen muss, dass viel von der Bohrung abhängt und da kann auch was nicht so toll sein und ausßerdem hängt auch viel von örtlichen Gegebenheiten und der Jahreszeit und und ab.
Aber die JAHRESarbeitszahl SOLL das beinhalten, dass die Anlage in Sommer und Winter unterschiedlich gut arbeitet.
Gehen wir also davon aus, dass man fair eine Leistungszahl von 3 erreicht (ich hörte auch von Anlagen, die nur 2,5 erreichen).

Soweit so gut. Also 1 kwH Strom rein und 3 kwH W√§rme raus.  :!:

Wie sieht es denn bei einer √Ėlheizung aus.
Ein Kilo Heizöl hat 11,8 kwH HEIZwert. Ein Liter wiegt aber nur 0,83 Kilo, also pro Liter Heizöl 9,8 kwH Heizwert.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Heizwert#Fl.C3.BCssige_Brennstoffe_.28bei_25.C2.A0.C2.B0C.29 [nofollow])
Eine moderne √Ėlheizung hat einen Wirkungsgrad (also W√§rme ins Haus, Rest durch den Schornstein etc) von sogar √ľber 100%, weil das bei der Verbrennung verdampfende Wasser zur W√§rmegewinnung genutzt wird.
(Erläuterung hier: http://www.baudochselbst.com/brennwerttechnik/brennwerttechnik---brennwertgeraet---oelbrennwerttechnik----gasbrennwerttechnik---wolf-und-intercal.html [nofollow])
Also heizt ein Liter √Ėl mein Haus mit: 9,8 kwH. (wenn wir mal bei 100% bleiben)  :!:

Soweit auch so gut.

Ein Liter Heiz√∂l kostet im Schnitt 0,90 ‚ā¨.
(http://www.tecson.de/pheizoel.html [nofollow])

Eine kwH Strom 0,26‚ā¨
(http://www.kwh-preis.de/strom/strompreise [nofollow])
Also gut, quetschen wir den billigsten Stromanbieter mit 0,22 ‚ā¨ aus und rechnen so weiter.

Kostet mich also in der Gesamtschau:

die kwH Strom 0,22‚ā¨, daraus mache ich 3 kwH W√§rme, also 22/3 = 0,0866‚ā¨/kwH.
und
Ein Liter √Ėl = 0,90‚ā¨, macht 90/9,8 = 0,0918‚ā¨/kwH

Also 0,5 Cent pro kwH billiger mit der Wärmepumpe
, wenn sie gut installiert wurde und ich beim billigsten Stromanbieter (ATOMstrom) bin.
Geht etwas schief oder erreicht man die 3 Leistungszahl nicht, dann dreht es auch schon.
Von einer Luftwärmepumpe reden wir lieber garnicht, die steht ja schon in der Tabelle mit 2,8 drin.
(Alles √ľber 3,5 ist Betrug  :??, auch wenns immer wieder probiert wird den Leuten sowas einzureden, dann sollte man beim Vertrag eine Garantie reinschreiben lassen, dann merkt man auch schnell wie erst es war)

Hat das Haus eine Fl√§che von 130m¬≤ und einen Energiewert lt Energieausweis von 50kwH pro m¬≤, dann kann man einen Verbrauch von 130x50=6500kwH ermitteln und das macht bei einem halben Cent genau eine Ersparnis von 32,50 pro JAHR aus.  :o    Hurra!  :bravo:

Die extrem niedrigen Heizkosten moderner H√§user kommen von der D√§mmung und W√§rmer√ľckgewinnung egal wie man heizt.
Also keine Vergleich ala: Meine Mutter (Haus Bj 1980) braucht 2.500 L √Ėl und wir zahlen nur 900‚ā¨ Strom f√ľr unsere Heizung im Jahr!  :noth: :wall:

Meines Erachtens liegt das mit den W√§rmepumpen im Trend, weil man heute ohne Keller baut und daher schon garkeinen Platz f√ľr eine Heizung hat.
(Eine Gasheizung rechnet sich √§hnlich dem √Ėlbeispiel, zumal ja der Preis eh gekoppelt ist, braucht aber weniger Platz!)
Und au√üerdem gilt das als umweltfreundlich und Erdw√§rme klingt auch besser als √Ėlbrenner (auch wenn der Strom f√ľr die Erdw√§rme aus dem Atom kommt, sonst wird es noch teurer!)

Bemerken muss man noch, dass ja einige Stromanbieter extra-Tarife haben f√ľr W√§rmepumpen, daf√ľr kann man dann mit dem Hausstrom nicht mehr zum billigsten Anbieter gehen, aber dann geht die Rechnung wieder auf (aber nur wegen des Rabatts nicht wegen der Technik, und wie lange gibt es diese Sondertarife dann wirklich)

Also ich hab nix gegen W√§rmepumpen (dass ich as √ľberhaupt schreibe!), aber sie vollbringt weder technisch noch kostenseitig irgendwelche Wunder!!!  :candle:
Auch wenn alle so tun oder das denken oder einfach nicht nachrechnen!

Au√üen vor ist hier nat√ľrlich das ganze Anschaffungsthema.
Schornstein+Brenner (+Tank bei √Ėl)
gegen
Tiefenbohrung
das kann man dann alles unendlich vertiefen.

Ich hoffe aber etwas geholfen zu haben bei der teilweise etwas glorösen Berichterstattung und Diskussion allerorten.

Gr√ľ√üe
Sebastian






« Letzte √Ąnderung: 27. August 2012, 21:43:33 von S3bast1an »

F√ľr ein komplettes Solarheizsystem mit W√§rmepumpe entstehen Hausbesitzern Kosten von bis zu 30.000 Euro. Pumpe und Solaranlage amortisieren sich in etwa acht Jahren.
Quelle: Solvis

Aha, 30.000‚ā¨ und in 8 Jahren amortisiert. Na das lob ich mir  :twisted:
Das hei√üt ich spare (!) pro Jahr 3.750‚ā¨.
Denn amortisieren kann ja hier nur hei√üen, ich rei√üe meine nagelneue Anlage raus und ersetze sie durch die hier und dennoch habe ich nach 8 Jahren mein Geld wieder raus (also die 30‚ā¨k eingespart gegen√ľber Weiterbetrieb meiner bestehenden Anlage).
Bedenkt man, dass wir bei neuen H√§usern von Heizkosten von 600-1000 ‚ā¨ p.a. sprechen wird mit dem sparen schon eng.

Also gut, ist ja schon sp√§t, ich rauch mir noch ein Pfeifchen "Solvis" rein. Geiles Zeug!  ;)

Sebastian

PS:
Merke:
Der Begriff Amortisation (von franz√∂sisch amortir ‚Äötilgen‚Äė) umfasst mehrere Bedeutungen. Die gebr√§uchlichste bezeichnet den Prozess, in dem anf√§ngliche Aufwendungen f√ľr ein Objekt durch dadurch entstehende Ertr√§ge gedeckt werden. Die Dauer dieses Prozesses wird Amortisationszeit genannt.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Amortisation [nofollow])

oder vielleicht meinen sie auch:
Die Amortisationszeit in der Energietechnik bezeichnet die Zeitspanne, die ein Kraftwerk benötigt, um genauso viel Energie abzugeben (in Form von elektrischem Strom), wie bei seinem Bau benötigt wurde.
 :glas:
 :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Offline parcus

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Die aufgemachte Rechnung funktioniert aber auch nur mit den besonders schlecht angenommen JAZ Werten.
Das diese in der Praxis jedoch weit √ľbertroffen werden, zeigen unabh√§ngige Tests, wie real-Werte, welche an die 6,0 gehen.
Letztendlich sind aber erst einmal die Direktverdampfer interessant, welche keine Bohrungen benötigen und auch an die 5,0 kommen.

Zudem ist der Strompreis f√ľr die Zukunft gedeckelt, was weder f√ľr √Ėl noch Gas gilt.

Wäre es nicht so, könnte man sich alle Ansätze zur Photovoltaik sparen.

Die Frage ist hier, wie schnell verdreifachen sich die Preise von √Ėl/Gas gegen√ľber dem Strom.

Nat√ľrlich geht die Heizlast auch stetig herunter. Ein KfW70 Haus liegt heute bei ca. 2,5KW pro 100m¬≤.
Mit der neuen EnEV2013 werden solche Werte zum Standard. Sp√§testens ab 2020 wird man f√ľr Neubauten nur noch eine Notheizung ben√∂tigen,
welche in vielen F√§llen einfach ein Heizregister in der W√§rmer√ľckgewinnung sein wird.
« Letzte √Ąnderung: 28. August 2012, 10:27:09 von H.-P. Ambros »

Offline Sicks

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Bin mir nicht sicher ob der Thread noch aktuell ist. Mich w√ľrde mal interessieren welche W√§rmepumpe ihr benutzt.
Was haltet ihr von Heliotherm Wärmepumpen?

Gruß
Sicks

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SEO Link entfernt, nur in der Werberubrik !
« Letzte √Ąnderung: 31. August 2013, 10:05:37 von H.-P. Ambros »

@Sebastian

Deine Ausf√ľhrungen zu W√§rmepumpen waren schon sehr gut und Detailiert. Was viele nicht bedenken:

Eine Wärmepumpe besitzt einen Kompressor zum Verdichten des Kältemittels. Dies ist ein mechanisches Bauteil. Defekte an diesem Bauteil zwingen zum Kompressortausch mit Kältemittel rein/raus.

Dazu benötigt man einen Kälteanlagenbauer.
So ein Austausch kann richtig teuer sein und jede Kostenersparnis bei den Heizkosten zu Nichte machen.
TGA - Sachverstand www.zebtec.co.za [nofollow]

Finde ich gut, dass sich die M√∂glichkeiten zur alternativen Energie-und W√§rmegewinnung immer mehr durchsetzen. Speziell zur Erdw√§rme ist auch immer ein Blick auf www.geothermie.de [nofollow] empfehlenswert.
Nutze die Zeit...