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Autor Thema: Haus bauen  (Gelesen 3608 mal)
Guggi
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« am: 05. Dezember 2011, 18:20:43 »

Hallo,

wir fangen im Frühjahr 2012 mit unserem Hausbau an.Leider wissen wir immer noch nicht welche Heizung wir einbauen sollen.  Evil or Very Mad
Jeder rät was anderes. Und keiner hat uns bis jetzt zu 100 Prozent überzeugt.
Wir haben in unserer Gemeinde einen Gasanschluss......... das wäre ja schon mal ein Vorteil.
Wir haben auch schon einen Architekten gefragt.
Dieser meinte, Gasanschluss.
Einen Ofen wollen wir auch auf alle Fälle in unserem Wohnzimmer haben. Er meinte, dann würden sich die Wärmetaschen zusätzlich auch rentieren....
Was sollen wir tun ? Kann uns jemand weiterhelfen ?

Wir hörten auch schon einen Aspekt:
dass die Heizsysteme so nicht weitergehen können, und es in den nächsten fünf bis zehn jahren was neues und natürlich besseres geben wird...
und diesbezüglich jetzt die gasheizung am rentabelsten wäre, da diese von allen die günstigste variante sei.
und nach der neueinführung der "Keine Ahnung Heizung " könnten wir diese einbauen.....  Nothing

Ich bin um jede Hilfe und jeden Vorschlag sehr dankbar !

Lg
H.-P. Ambros
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« Antworten #1 am: 05. Dezember 2011, 20:06:42 »

Hallo,

Sie fangen 2012 mit dem Hausbau an, d.h. die Planung und Genehmigung ist in 2011 bereits abgeschlossen.
Somit bestehen die Berechnungen nach EnEV und eine Heizlastberechnung.

Wie kann denn dann die Heizungsfrage noch offen sein  Nothing

Hier wird doch klar dargestellt welches System am rentabelsten ist.

Öl und Gas sind nun mal auslaufende Energieträger. Und natürlich kann auch nicht ganz Deutschland mit Holz heizen.
zudem gibt es Preisabhängigkeiten, welche schon die Pellets aufgezeigt haben.

Außer in sehr ländlichen Gegenden und einer Affinität zu Holz als Brennstoff, würde ich auf jeden Fall den Einsatz einer
Wärmepumpe prüfen.

Viele Grüße
Hans-Peter Ambros
marco78
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« Antworten #2 am: 06. Dezember 2011, 08:46:06 »

Das günstigste und effektivste ist eine moderne Gas- Brennwert Heizung mit Solar.

Wärmepumpen sind auch sehr gut, jedoch muss man die Anschaffungskosten bedenken und auch, dass man Strom benötigt!

Wenn man diese zwei Punkte einmal ausrechnet, dann ist ne Gas- Brennwert Heizung mit Solaranlage das Beste. Soweit man einen Gasanschluss hat :-)


H.-P. Ambros
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« Antworten #3 am: 06. Dezember 2011, 19:44:51 »

Solarthermie deckt in unseren Breitengraden viel zu wenig ab.
Hier darf man sich nicht von hohen Prozentzahlen irritieren lassen,
welche so manche Handwerker gerne nennen, denn diese 60-70%
beziehen sich immer nur auf Warmwasser, nicht aber auf die Heizung.
Ca. 5%-7% sind da nicht all zu viel, sodass man zwar der Umwelt etwas
gutes tut, aber nicht dem eigenen Geldbeutel, die Anlagen schaffen es
der Regel gerade mal die Anschaffungskosten heraus zu holen.

Diese sind also weder günstig und schon gar nicht effektiv, dafür sind
die Wirkungsgrade viel zu schlecht.

Natürlich kann man "günstig" nur auf die Anschaffungskosten beziehen,
nur nutzt es nichts, die Fixkosten gering zu halten, wenn die variablen
Kosten wie bei ÖL und Gas explodieren.

Erdgas tritt häufig zusammen mit Erdöl auf, da es auf ähnliche Weise entsteht.
Für Erdgas und Erdöl bestimmt die Wirtschaftlichkeit der Abbau nach dem heutigen Stand der Technik.
Somit ist eine Rentabilitätsgrenze schon weit vor dem Verbrauch der Ressource gegeben.

Zwischen 1995 und 2008 erhöhte sich der Verbrauch von Erdgas um knapp 42 Prozent auf
3.018,7 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.
Noch liegt die jährliche Entnahmemenge unter dem Zuwachs der Reserven, aber mittelfristig
kann auch das Erdgas die Endlichkeit des Erdöls nicht kompensieren.
Zudem stellt der Verbrauch von Erdgas keine klimapolitische Alternative dar.
Könnten die einzelnen Regionen lediglich auf die eigenen Reserven des Jahres 2007 zurückgreifen,
würde es – ausgehend von dem Verbrauch des Jahres 2007 –
nur zehn Jahre dauern, bis ganz Nordamerika ohne Gas auskommen müsste.
Die EU käme allerdings nur knapp sechs Jahre mit ihren Reserven aus.

Laut Berechnungen des Energiekonzerns British Petroleum (BP), bei denen die Erdgas-Reserven des Jahres 2007
auf die jährliche Produktion bezogen werden, dauert es unter sonst gleichbleibenden Bedingungen und
ohne eine Veränderung der Reserven nur noch etwa 60 Jahre bis die Erdgas-Reserven komplett aufgebraucht sind.

Was jetzt noch günstig und effektiv sein mag, wird sich in ein paar Jahren schon ganz anders darstellen.

Quelle der Fakten: bpb






 
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2011, 19:47:02 von H.-P. Ambros »
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