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Sonstiges => Ernährung | Lebensmittel => Thema gestartet von: parcus am 23. März 2010, 08:31:40

Titel: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: parcus am 23. März 2010, 08:31:40
Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen

In Deutschland könnten Medikamente zum Problem werden.

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März warnt die Umweltschutzorganisation WWF vor den humanitären und ökologischen Folgen mangelhafter oder gar fehlender Abwassersysteme. Weltweit müssten 2,5 Milliarden Menschen und damit über ein Drittel der Weltbevölkerung ohne entsprechenden Anschluss auskommen. „Wenn Abwässer ungereinigt in den natürlichen Kreislauf gelangen leidet die Natur und damit auch der Mensch, da dessen Trinkwasser negativ beeinträchtigt wird“, warnt Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland. Durch ungeklärte Abwässer und andere Schadstoffeinträge würden Seen, Flüsse, Feuchtgebiete und das Grundwasser immer mehr belastet. Das bleibe, so der WWF-Experte, auch nicht folgenlos für die Bevölkerung, die diese Vorkommen nutze. „Mehr als fünf Millionen Menschen, meist Kinder, sterben jährlich an den Folgen einer schlechten Wasserversorgung“, sagt Geiger. Insgesamt leben weltweit eine Milliarde Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Diese Versorgungsproblematik sei, so der WWF, nur durch ein nachhaltiges Management zu lösen, eine effektive und konsequente Behandlung von Abwässern und die Erhaltung natürlicher Wasserressourcen und Ökosysteme. „Wer sauberes Trinkwasser für die gesamte Weltbevölkerung will, der muss auch die Defizite in der Abwassereinigung angehen“, sagt Martin Geiger. Außerdem müsse die Bedeutung der natürlichen Reinigungsfunktion von Feuchtgebieten und Flüssen besser verstanden und geschützt werden. „Um zukünftige Konflikte um Wasserressourcen zu vermeiden, muss die Staatengemeinschaft endlich Pläne und Mechanismen für eine nachhaltige, grenzüberschreitende Wasserbewirtschaftung entwickeln“, fordert Geiger. Aufgabe der Industrie sei es, dies zu unterstützen und zu fördern. Vor allem der Agrar-Sektor, der am weltweiten Wasserbedarf einen Anteil von 70 Prozent hat, sei dazu verpflichtet. Immerhin trage die Landwirtschaft durch Pestizide und Dünger maßgeblich zur Verschmutzung bei.

Auch in der EU sieht der WWF weiterhin Handlungsbedarf. Ganze Regionen, wie etwa in Rumänien oder Portugal müssten ohne ausreichende Abwassereinigung auskommen. Deutschland stellt der WWF insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Immerhin haben in der Bundesrepublik annähernd 100 Prozent der Bevölkerung Anschluss an das zentrale Abwassersystem, bei gleichzeitig hoher Überwachung der Prozesse. Doch auch hier sieht Martin Geiger Problemfelder, die es zu lösen gelte: „Es besteht zunehmend die Gefahr von Belastungen durch Medikamentreste.“ Und die stammten nicht nur von Chemie- und Pharmaunternehmen. Vielmehr zähle jeder Einzelne zur breiten Masse der Verursacher – sofern er Medikamente einnimmt. Denn ein Teil der Wirkstoffe werde ausgeschieden, die Toilette hinuntergespült und könne nur bedingt herausgefiltert werden. „Die Problematik wird sich in einer alternden Gesellschaft noch weiter verschärfen und kann nur durch effektivere Reinigungstechniken gelöst werden“, sagt Geiger.

Zahlen rund ums Wasser

    * 70  Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt, davon sind etwa 97 Prozent Salzwasser, rund 2 Prozent sind Polareis und Gletscher und nur 1 Prozent steht als Süßwasser zur Nutzung durch den Menschen zur Verfügung
    * Deutschland hat einen jährlichen Wasser-Fußabdruck von 159,5 Mrd. m³ - das ist mehr als das dreifache Volumen des Bodensees (48 Mrd. m³). Darin berücksichtigt ist nicht nur der direkte Wasserverbrauch, sondern auch das in Lebensmitteln und Industriegütern enthaltene Virtuelle Wasser.
    * Umgelegt auf die Einwohnerzahl hat damit jeder Deutsche einen täglichen Wasser-Fußabdruck von 5288 Litern, was etwa 25 Badewannenfüllungen entspricht - und das, obwohl der direkte Wasserverbrauch von Privatpersonen bei rund 125 Litern pro Kopf und Tag liegt.
    * In Spanien gibt es 500.000 illegal genutzte Brunnen. Dahinter verbergen sich allerdings nicht Privatpersonen, die damit einen vergleichsweise geringen Wasserbedarf decken, sondern große Agrar-Betriebe.
    * Für die Bewässerung eines 18-Loch-Golfplatzes werden in Spanien oder der Türkei jedes Jahr geschätzte 700.000 Kubikmeter Wasser verbraucht. Damit ließe sich ein Jahr lang eine Stadt mit 15.000 Einwohnern mit Trinkwasser versorgen.
    * In einem kleinen Frühstück stecken rund 365 Liter virtuelles Wasser: ein Frühstücksei für 135 Liter, eine Scheibe Brot noch einmal 40 Liter, die Tasse Kaffee schlägt mit 140 Litern zu Buche und für eine Scheibe Käse werden noch einmal 50 Liter berechnet.

Quelle: WWF
Titel: Re:Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: Heimler am 22. Oktober 2014, 22:38:21
Es sei denn, man besorgt sich einen Wasserfilter. Gibt es für einen niedrigen dreistelligen Betrag. Und schon kann man das Leitungswasser bedenkenlos genießen  :cif:

Mit irgendwelchen Projekten muss man im Ruhestand ja seine Zeit totschlagen  :lol:
Titel: Re: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: MissMarple am 15. Dezember 2016, 13:14:00
Mein Vorredner hat Recht: Wasserfilter sind günstig in der Anschaffung und gerade bei Gegenden, in denen das Wasser noch dazu recht kalkhaltig ist, sinnvoll.
Mir ist nach dem Besprühen meiner Pflanzen erst aufgefallen, wieviel Kalk in unserem Wasser eigentlich ist.
Das schadet nicht nur den Pflanzen, die dann nicht mehr richtig atmen können sondern auch uns, dem Menschen.
Titel: Re: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: rekivo am 20. Dezember 2016, 16:31:59
Wir überlegen uns einen Filter zu kaufen, der direkt an den Wasserhahn geschraubt wird. Trinken viel Leitungswasser. Eigentlich ausschließlich. Hat jemand Erfahrung mit den Dingern? Wie wartungsintensiv sind die?
Titel: Re: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: biberbau am 11. Mai 2017, 14:18:15
Bei uns ist das Trinkwasser zum Glück 1A, daher brauche ich keinen Filter zu besorgen!
Titel: Re: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: meistertom am 27. Juni 2017, 09:59:16
Unser Wasser ist auch 1A :)


Wobei ich zugegeben schön öfters drüber nachdenke, wie so die Rohre aussehen .....
Titel: Re: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: miroslawawagenk am 20. September 2017, 10:06:49
Sehr informativ...
Titel: Re: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: DerFuchs am 22. September 2017, 14:05:38
Bei uns sind die Rohre zum Glück ebenso topp, wenn ich dann allerdings 4 Blöcke weitergeh zu einer Bekannten graut's mich - das Wasser aus ihrer Leitung schmeckt derart metallisch im Nachgeschmack dass es ungenießbar ist.
Titel: Re: Wasser mit Risiken und Nebenwirkungen
Beitrag von: MissMarple am 13. November 2017, 19:43:31
Woher wisst ihr eigentlich alle dass das Wasser super ist? Habt ihr das getestet? Wenn ja, wie?