Auf der Suche nach dem Planungsoptimum
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Auf der Suche nach dem Planungsoptimum

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Offline parcus

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Auf der Suche nach dem Planungsoptimum
« am: 12. Dezember 2009, 20:20:26 »
Gesamtenergiekonzepte von Gebäuden beinhalten vielfältige Komponenten, die zum Teil energetisch konkurrierend wirken. Die einzelnen Komponenten müssen daher im Gesamtkontext betrachtet und bewertet werden. Im Rahmen der hier dargestellten Studie werden am Beispiel von zwei exemplarisch ausgewählten Gebäudetypen aus dem Bereich des Verwaltungsbaus die integralen Wechselwirkungen von Fassadentechnologie, Sonnenschutz, Beleuchtung und anlagentechnischer Ausstattung aufgezeigt und die wesentlichen Potentiale hinsichtlich Energieeffizienz und Behaglichkeitssteigerung dargestellt.

DateidownloadStudie zur Energieeffizienz innovativer Gebäude-, Beleuchtungs- und Raumklimakonzepte (PDF, 885.1 KB)

Ausführliche Beschreibung

Sonnenschutzsysteme können die Solareinträge deutlich reduzieren, gleichzeitig aber auch dazu führen, dass die Stromverbräuche für die Beleuchtung ansteigen. Diese erhöhen letztendlich wiederum die Kühllasten. Im Rahmen des BMWi-geförderten Forschungsvorhabens „EnEff-Studie“ wurden Analysen zur Energieeffizienz innovativer Gebäude-, Beleuchtungs- und Raumklimakonzepte am Beispiel ausgewählter Typgebäude durchgeführt. Hierdurch können die im messtechnischen Versuch analysierten und auf die jeweiligen Versuchsräume bezogenen Szenarien (Fassadenvarianten, Anlagenkonzepte, Sonnenschutz-/Beleuchtungssysteme usw.) auf realitätsnahe ganze Gebäudekonzepte übertragen und so unmittelbar miteinander vergleichbar gemacht werden. Die Ergebnisse hieraus geben Planern, Gebäudeinvestoren, Gebäudebetreibern sowie den entsprechenden Industriefirmen Planungshinweise und Empfehlungen für die Entwicklung von energieeffizienten Gebäude.

Betrachtet werden Gebäude mit Lochfassaden, Fensterbandfassaden, hochverglasten Fassaden sowie die Effekte durch Nachtlüftung, unterschiedliche Fassadenorientierung und variierende thermische Speichermassen. Mit Hilfe der Rechenverfahren gemäß DIN V 18599 [4] „Energetische Bewertung von Gebäuden“ werden die Nutz-, End- und Primärenergieaufwendungen für Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung bei den unterschiedlichen Gebäude-/ Anlagenkombinationen ermittelt. Darüber hinaus werden mit Hilfe von dynamischen Gebäudesimulationen [8] Aussagen in Bezug auf das zu erwartende sommerliche Raumklima abgeleitet.

Gebäudekonzepte ohne aktive Kühlung bieten nur bei angepassten Kombinationen von Verglasungen, Sonnenschutzsystemen und transparenten Fassadenflächenanteilen ausreichend Sicherheit für ein behagliches Raumklima während der Sommermonate. Die Studie gibt für die betrachteten Fassadenkonzepte eine grobe Orientierung, welche Verglasungen, Sonnenschutzsysteme und transparente Fassadenanteile aus Sicht der Autoren ein kritisches sommerliches Wärmeverhalten aufweisen. Hierbei wird zwischen Varianten mit manueller bzw. automatischer Sonnenschutzsteuerung sowie mit und ohne Nachtlüftung unterschieden.

Quelle: bine