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Vor dem Bau - Allgemeine Fragen / Wohnen auf einem Segelboot – romantische Vorstellung oder realistisches Lebensmo
« am: Gestern um 20:24:51 »
Mich beschäftigt seit einiger Zeit das Thema „Leben an Bord“ – nicht nur für ein paar Wochen Urlaub, sondern dauerhaft oder zumindest für mehrere Monate im Jahr.
Viele verbinden damit sofort:
• Freiheit
• Sonnenuntergänge vor Anker
• reduzierte Lebenshaltungskosten
• Minimalismus
Aber wie realistisch ist das wirklich?
Ich habe in den letzten Jahren einige Eigner kennengelernt, die dauerhaft auf ihrem Boot leben. Dabei sind mir ein paar Punkte aufgefallen, die man vorher oft nicht auf dem Schirm hat.
1. Platz ist nicht das größte Problem
Interessanterweise gewöhnt man sich relativ schnell an wenig Raum.
Stauraum-Management wird zur Kernkompetenz. Dinge, die man nicht regelmäßig nutzt, verschwinden automatisch aus dem Leben.
Was schwieriger ist: Feuchtigkeit, Kondenswasser, Lüftung.
Gerade im Frühjahr und Herbst kann das Thema Schimmel schnell präsent werden.
⸻
2. Energie-Management wird Alltag
Strom ist kein Selbstläufer.
Man denkt plötzlich in:
• Ampere
• Ladezustand
• Solarertrag
• Verbrauchern
Jede Nutzung – Laptop, Kühlschrank, Autopilot – bekommt ein anderes Gewicht.
⸻
3. Infrastruktur ersetzt Komfort
Duschen?
Wäscherei?
Werkzeug?
Man organisiert sich anders. Häfen werden zu logistischen Knotenpunkten.
⸻
4. Wetter bestimmt dein Leben
Auf dem Boot spürt man jede Front.
Wind ist nicht nur Segelspaß – er entscheidet:
• Ob du ruhig schläfst
• Ob du den Liegeplatz wechseln musst
• Ob Reparaturen warten müssen
Man wird automatisch wetterkompetenter.
⸻
5. Mentaler Aspekt
Was ich spannend finde:
Das Leben an Bord wirkt entschleunigend – aber nur, wenn man mit Unsicherheit umgehen kann.
Es gibt:
• keine perfekte Planbarkeit
• keine vollständige Kontrolle
• keinen „mal eben schnell Baumarkt“
Dafür gibt es:
• enorme Selbstwirksamkeit
• klare Tagesstruktur
• intensivere Naturwahrnehmung
⸻
Mich würde interessieren:
Wer von euch lebt dauerhaft oder saisonal auf dem Boot?
Was war eure größte Überraschung – positiv oder negativ?
Und würdet ihr es wieder tun?
Viele verbinden damit sofort:
• Freiheit
• Sonnenuntergänge vor Anker
• reduzierte Lebenshaltungskosten
• Minimalismus
Aber wie realistisch ist das wirklich?
Ich habe in den letzten Jahren einige Eigner kennengelernt, die dauerhaft auf ihrem Boot leben. Dabei sind mir ein paar Punkte aufgefallen, die man vorher oft nicht auf dem Schirm hat.
1. Platz ist nicht das größte Problem
Interessanterweise gewöhnt man sich relativ schnell an wenig Raum.
Stauraum-Management wird zur Kernkompetenz. Dinge, die man nicht regelmäßig nutzt, verschwinden automatisch aus dem Leben.
Was schwieriger ist: Feuchtigkeit, Kondenswasser, Lüftung.
Gerade im Frühjahr und Herbst kann das Thema Schimmel schnell präsent werden.
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2. Energie-Management wird Alltag
Strom ist kein Selbstläufer.
Man denkt plötzlich in:
• Ampere
• Ladezustand
• Solarertrag
• Verbrauchern
Jede Nutzung – Laptop, Kühlschrank, Autopilot – bekommt ein anderes Gewicht.
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3. Infrastruktur ersetzt Komfort
Duschen?
Wäscherei?
Werkzeug?
Man organisiert sich anders. Häfen werden zu logistischen Knotenpunkten.
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4. Wetter bestimmt dein Leben
Auf dem Boot spürt man jede Front.
Wind ist nicht nur Segelspaß – er entscheidet:
• Ob du ruhig schläfst
• Ob du den Liegeplatz wechseln musst
• Ob Reparaturen warten müssen
Man wird automatisch wetterkompetenter.
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5. Mentaler Aspekt
Was ich spannend finde:
Das Leben an Bord wirkt entschleunigend – aber nur, wenn man mit Unsicherheit umgehen kann.
Es gibt:
• keine perfekte Planbarkeit
• keine vollständige Kontrolle
• keinen „mal eben schnell Baumarkt“
Dafür gibt es:
• enorme Selbstwirksamkeit
• klare Tagesstruktur
• intensivere Naturwahrnehmung
⸻
Mich würde interessieren:
Wer von euch lebt dauerhaft oder saisonal auf dem Boot?
Was war eure größte Überraschung – positiv oder negativ?
Und würdet ihr es wieder tun?

