Wir haben seit 2024 eine PV-Anlage auf dem Dach und ich kann dir sagen: Für uns hat sich das Ganze absolut gelohnt, auch wenn wir am Anfang ähnliche Zweifel hatten wegen der Kosten.
Zum Thema Wirtschaftlichkeit:
Die Anschaffung ist natürlich erstmal ein ordentlicher Posten, aber durch den hohen Eigenverbrauch rechnet sich das schneller, als man denkt. Gerade seit die Strompreise so schwanken, ist es einfach ein gutes Gefühl, einen großen Teil selbst zu erzeugen. Wir merken das jetzt 2026 ganz deutlich auf der Stromrechnung – die ist im Vergleich zu früher massiv gesunken.
Amortisation:
Bei uns wurde grob mit 10–12 Jahren gerechnet, aktuell sieht es eher so aus, als würde es schneller gehen, einfach weil wir mehr selbst nutzen als ursprünglich geplant.
Speicher:
Wir haben direkt einen Speicher mit eingeplant und ich würde es wieder so machen. Ohne Speicher speist du halt viel tagsüber ein und musst abends wieder teuer einkaufen. Mit Speicher nutzt du deutlich mehr von deinem eigenen Strom selbst – gerade abends und morgens. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit spürbar.
Wartung:
Ehrlich gesagt bisher kaum ein Thema. Die Anlage läuft einfach. Ab und zu mal ein Blick in die App, ob alles passt – das war’s. Technisch ist das inzwischen echt ausgereift und die
PV-Profis haben bei uns sehr gute Arbeit geleistet.
Förderung & Steuern:
Das hat sich in den letzten Jahren ja ziemlich positiv entwickelt. Einkommensteuer auf den Eigenverbrauch fällt bei kleineren Anlagen in der Regel weg, und auch die Mehrwertsteuer auf Kauf/Installation ist aktuell oft kein Thema mehr. Das macht die Einstiegshürde deutlich geringer als noch vor ein paar Jahren.
Worauf ich achten würde:
- gute Planung (Ausrichtung, Dachfläche, Verschattung)
- vernünftige Dimensionierung (nicht zu klein denken)
- Eigenverbrauch optimieren (z.B. mit Speicher, ggf. später Wallbox etc.)
- seriöser Anbieter, der dir das sauber durchrechnet
Gerade wenn du sowieso sanierst, ist das eigentlich der perfekte Zeitpunkt. Dann kannst du alles direkt sinnvoll integrieren und musst später nichts doppelt anfassen.
Mein Fazit nach jetzt gut zwei Jahren: Es geht nicht nur um Rendite (die aber durchaus da ist), sondern auch um ein Stück Unabhängigkeit und Planungssicherheit. Und genau das merkt man im Alltag inzwischen ziemlich deutlich.
