Ich war genauso unsicher und habe deshalb zuerst einen klaren Überblick über Alter, Bauteile und letzte Sanierungen erstellt; dabei hat mir der Leitfaden zur
Instandhaltungsrücklage für Münchner WEGs sehr geholfen, den ich hier gefunden habe: immowot.de/blog/instandhaltungsruecklage-weg-muenchen.
Ausgehend von diesen Daten habe ich mit dem Beirat eine 30-Minuten-Überschlagsrechnung gemacht, also Sockelbetrag + gezielte Zuschläge für Aufzug, Tiefgarage und Flachdach.
Anschließend haben wir die Peters-Formel als Plausibilitätscheck herangezogen, um zu sehen, ob unser Ergebnis in einer realistischen Bandbreite liegt.
Das gab uns die rechtliche und zahlenmäßige Rückendeckung, die wir für die Eigentümerversammlung brauchten.
Wir haben dann transparent erklärt, welche Annahmen zugrunde liegen und mögliche Szenarien (z. B. Heizungstausch in 10 Jahren) offen gelegt.
Das überzeugte die Mehrheit eher als pauschale Forderungen, weil niemand das Gefühl hatte, überrascht zu werden.
Mein Tipp: kombiniert praktische Überschlagsrechnung mit einer Bauteil-Abschätzung für kritische Posten und dokumentiert alles sorgfältig — so vermeidet ihr teure Sonderumlagen und haftungsrechtliche Probleme.