Ich würde bei Polymerpreisen 2026 nicht nur auf einen einzelnen Kilopreis schauen, sondern immer Sorte, Qualität, Herkunft und Verarbeitungstyp mit einbeziehen.
Eine kompakte Übersicht mit Preisniveaus, Spotmarkt-Snapshot und Markttreibern findet sich unter
https://kunststoff-profi.de/markt/polymerpreise/.
Dort wird gut deutlich, dass Standardpolymere wie PE, PP und PET stark von Naphtha, Energie, Anlagen-Auslastung und Importdruck beeinflusst werden.
Technische Kunststoffe wie PA6, PA66 oder PC reagieren dagegen oft stärker auf bestimmte Rohstoffengpässe und Spezialchemikalien.
Für den Einkauf wäre mir wichtig, Spotpreise nicht direkt mit Kontraktpreisen zu verwechseln, weil Kontrakte meist zeitversetzt und geglättet laufen.
Außerdem können Prime-Ware, Near-to-prime, Importware und Regranulat beim Preis deutlich auseinanderliegen.
Wer größere Mengen plant, sollte auch prüfen, ob saisonale Nachfrage, CBAM, China-Importe oder PCR-Vorgaben den Markt zusätzlich bewegen.
Meine Tendenz wäre deshalb: mehrere Angebote einholen, Preisindikatoren regelmäßig verfolgen und bei kritischen Materialien nicht bis zum letzten Moment warten.