Klingt plausibel, dass die Dosis einfach zu niedrig ist. Als grobe Faustregel rechnet man mit ca. 10 ng/ml Anstieg pro 1000 IU täglich – aber das ist wirklich nur ein Mittelwert, die Streuung zwischen Leuten ist enorm. Wenn du bei 28 liegst und in den Bereich 40+ willst, sind 2000 IU bei vielen einfach zu wenig.
Was da reinspielt:
Körpergewicht ist der größte Faktor. Vitamin D verteilt sich ins Fettgewebe, entsprechend braucht jemand mit 100 kg deutlich mehr für denselben Serumwert als jemand mit 60. Die üblichen "2000 IU für alle"-Empfehlungen ignorieren das komplett.
Magnesium wird ständig vergessen. Die Enzyme, die Vitamin D in der Leber und Niere in die aktive Form umbauen, brauchen Magnesium. Wenn du da knapp bist, kannst du schlucken was du willst, der Wert bewegt sich nur zäh. Ist bei vielen ein blinder Fleck.
Mit Fett einnehmen ist richtig, bringt tatsächlich was – aber es ist eher ein Faktor von 30–50 % Aufnahme, kein Verdoppler. Löst dein Problem also nicht allein.
Und dann: Wann hast du gemessen? Wenn der Wert im Winter entstanden ist, ist der Ausgangspunkt sowieso am Boden.
Zum weiteren Vorgehen würde ich das mit dem Hausarzt abklären statt auf eigene Faust hochzugehen. Nicht weil 4000 IU dramatisch wären (das gilt allgemein als sichere Obergrenze für Dauergabe), sondern weil bei einem Wert, der trotz Supplementierung so zäh bleibt, auch mal ein Blick auf die Resorption sinnvoll ist. Darmgeschichten, Schilddrüse, sowas. Und wenn dann höher dosiert wird, will man Calcium und den Wert selbst im Blick behalten.
Falls du weitermachst: nach 3 Monaten nochmal messen, vorher hat es keinen Sinn, weil sich der Speicher erst einpendeln muss. Und dann weißt du auch, wie *du* auf eine bestimmte Dosis reagierst, statt dich an Faustregeln zu orientieren.
K2 wird oft mitempfohlen, die Datenlage dazu ist ehrlich gesagt dünner als das Marketing suggeriert. Schadet nicht, aber ich würde nicht erwarten, dass es deinen Spiegel bewegt.