Ich würde zuerst den vorhandenen Raum als Ganzes betrachten und Boden, Möbel, Licht sowie die Blickachsen mit einbeziehen, bevor ich mich auf ein bestimmtes Material oder einen Farbton festlege.
Hilfreich finde ich dazu den Ratgeber zur Wandgestaltung
bei dieimmobilie.de, weil dort Farbe, Tapeten, Putz, Fliesen und Paneele recht sachlich gegenübergestellt werden.
Für mein Wohnzimmer würde ich wahrscheinlich nicht mehrere starke Materialien gleichzeitig einsetzen, sondern eher eine gut sichtbare Akzentwand auswählen und die übrigen Flächen ruhiger halten.
Gerade die Wand hinter dem Sofa oder ein zusammenhängender Bereich am Essplatz bietet sich dafür laut Ratgeber besonders an.
Bevor ich mich für eine Farbe entscheide, würde ich größere Probeflächen anlegen und sie morgens, nachmittags und abends anschauen, weil derselbe Ton je nach Licht deutlich unterschiedlich wirken kann.
Bei Holzpaneelen oder strukturiertem Putz würde ich zusätzlich überlegen, wie aufwendig eine spätere Veränderung wäre, denn solche Lösungen lassen sich meist weniger schnell austauschen als ein normaler Anstrich.
Wichtig wäre mir außerdem, den Zustand der Wand vorher genau zu prüfen, weil selbst eine hochwertige Oberfläche Unebenheiten, Feuchtigkeit oder lose Altbeschichtungen nicht automatisch ausgleicht.
So würde ich eher eine Gestaltung wählen, die zum Raum und zu meinem Alltag passt, statt mich nur von einem einzelnen Foto oder einem aktuellen Trend leiten zu lassen.