Das Problem mit dem Estrich und der Fußbodenheizung (FBH) ist echt wichtig, bevor du da einfach losfräst – niemand will aus Versehen eine Heizschlange treffen und dann einen größeren Schaden haben. In vielen modernen Fußbodenheizungen sind die Heizschlangen so verlegt, dass sie ungefähr im mittleren Bereich der Estrichschicht liegen, aber die genaue Dicke kann stark variieren, je nachdem, welche Bauweise, welcher Estrichtyp und welche Verlegeart gewählt wurde.
Bei klassischen Zement‑ oder Calciumsulfat‑Estrichen über einer FBH spricht man oft von einer Schichtdicke zwischen 40 und 70 mm, wobei die Heizleitungen nicht ganz oben oder ganz unten liegen, sondern irgendwo dazwischen. In neueren, dünneren Systemen oder bei speziellen Trockenestrich‑Varianten kann das allerdings deutlich weniger sein. Wenn also nur 2 cm gefräst werden sollen, ist das zwar in vielen Fällen „sicher über der Heizung“, aber ohne genaue Kenntnis der konkreten Estrichdicke und der Lage der Heizschlangen würd ich es auf keinen Fall einfach so machen. Da kann ein kleiner Millimeter‑Fehler schon Ärger geben.
Viele hier im Forum empfehlen, das erst einmal zu messen oder zu orten, bevor du fräst. Mit einem Leitungs‑ oder Betonscan‑Gerät (z. B. Ortung für Metalle und Rohre) kannst du schauen, wo die Heizschlangen genau verlaufen und wie tief sie liegen. Alternativ lohnt es sich, beim Estrich‑ oder Fußbodenleger nachzufragen, der damals verlegt hat – der kann dir oft sagen, welche Schichtdicke und Verlegehöhe geplant wurde.
Wenn du dir außerdem Infos zu Estricharten, Schichtdicken und fachgerechtem Einbau holen willst, lohnt ein Blick auf diesen Anbieter, der sich mit Estrichsystemen beschäftigt und auch erklärt, worauf man bei der Planung und Ausführung achten sollte:
https://www.haidinger-bodensysteme.de/estrich