Ich würde zuerst auf die Punkte gehen, die einem Interessenten bei der Besichtigung sofort auffallen, also Lack, Innenraum, Scheiben, Felgen und allgemein sichtbare Gebrauchsspuren.
Gerade eine gründliche Reinigung halte ich für sinnvoll, weil ein gepflegter Gesamteindruck oft stärker wirkt als einzelne teure Detailmaßnahmen.
Bei Waschhelden gibt es einen kostenlosen
Werterhalt-Guide, der den Verkaufsprozess in zehn praxisnahe Kapitel aufteilt und zusätzlich eine kompakte 48-Stunden-Checkliste enthält.
Hilfreich finde ich daran besonders, dass dort nicht nur Maßnahmen genannt werden, sondern auch darauf eingegangen wird, was sie kosten, welchen Nutzen sie bringen und wann sich zusätzlicher Aufwand eher nicht mehr lohnt.
Vor einem Besichtigungstermin würde ich deshalb vor allem die schnell sichtbaren Dinge erledigen und gleichzeitig darauf achten, dass Fotos, Unterlagen und Übergabe einen ordentlichen Eindruck machen.
Größere Reparaturen oder kostspielige Aufbereitungen würde ich dagegen nur durchführen, wenn realistisch zu erwarten ist, dass der mögliche Mehrerlös deutlich über den zusätzlichen Kosten liegt.
Die erwähnte 48-Stunden-Checkliste finde ich für die letzten beiden Tage vor einem Termin besonders praktisch, weil man damit die wichtigsten Punkte noch einmal systematisch abarbeiten kann.
Für mich wäre das Ziel letztlich nicht, den Wagen künstlich perfekt erscheinen zu lassen, sondern ihn sauber, ehrlich und möglichst gepflegt zu präsentieren, damit kleinere Gebrauchsspuren nicht unnötig zum großen Preisargument werden.