Ja, das ist grundsätzlich möglich – aber es hängt stark von der Kaminart, der Technik und der Planung ab. Gerade bei individuell geplanten Öfen wie Firetube oder dem Brunner Drehfeuer ist das Höhersetzen sogar ein häufiges Thema.
Kurzfassung vorab:
✔️ Ja, ein Kamin kann höhergesetzt werden
❌ Aber nicht beliebig und nicht bei jedem Modell
✔️ Am besten funktioniert das bei modularen oder handwerklich geplanten Systemen
Wovon hängt es ab, ob ein Kamin höhergesetzt werden kann?
Kamin- bzw. Ofentyp
Firetube Ofen:
Hier ist das Höhersetzen sehr gut umsetzbar. Firetube ist modular aufgebaut und kann z. B.:
- auf Sockel
- auf Podest
- schwebend
- als Raumteiler
geplant werden. Die Höhe wird dabei von Anfang an auf Raum, Sichtachsen und Nutzung abgestimmt.
Brunner Drehfeuer:
Auch hier ist eine erhöhte Position möglich, z. B.:
- leicht angehoben für bessere Sicht auf das Feuer
- integriert in eine gemauerte oder gestaltete Ofenhülle
Wichtig ist, dass Drehmechanik, Statik und Rauchrohrführung sauber geplant werden.
Schornstein & Rauchrohr
Ein höhergesetzter Kamin verändert:
- die Anschlusshöhe
- die Rauchrohrführung
- den Zug im Schornstein
Das muss immer mit dem Schornsteinfeger abgestimmt werden. Bei neuen Anlagen ist das meist problemlos, bei Bestandsbauten prüft man vorher die Machbarkeit.
Statik & Brandschutz
Gerade bei:
- schwebenden Lösungen
- Podesten
- Wandmontage
müssen Tragfähigkeit und Brandschutzabstände exakt eingehalten werden. Das ist nichts für Baumarkt-Lösungen, sondern klassische Ofenbauerarbeit.
Warum viele ihren Kamin höher setzen lassen:
- bessere Sicht auf das Feuer im Sitzen
- moderner, „leichter“ Look
- Kamin wirkt mehr als architektonisches Element
- ideal bei offenen Grundrissen
Fazit
Ja, einen Kamin höherzusetzen ist möglich – besonders gut bei
Firetube Öfen und dem
Brunner Drehfeuer, weil diese Systeme nicht von der Stange kommen. Entscheidend ist eine saubere Planung durch einen Ofenbaumeister, inklusive Abstimmung mit dem Schornsteinfeger.