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Was wird das ca. wohl kosten?

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Was wird das ca. wohl kosten?
« am: 08. August 2010, 21:19:06 »
Also ich habe mit meiner Frau einen Grundriss angelegt wie wir unser Haus vorstellen.
Jetzt gehts dadrum ob man grob schätzen kann was das ca. kosten wird.
Es soll ein Passivhaus werden, ist das so überhaupt möglich?
Auf was soll man beim Grundstück achten wenn man sich ein Passivhaus drauf stellen möchte?
Ausstattung naja untergeschoß soll mit Feinsteinzeug ausgelegt werden 2 Verschiede sorten...
Ansonsten sag ich mal alles normale Ausstattung nichts besonderes erst mal...Obergeschoß wird Parkett verlegt.

Was würdet ihr sagen was das ca. kosten wird erst mal ohne Keller...?


Offline parcus

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Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #1 am: 08. August 2010, 21:29:54 »
Hallo,

welche Fläche ist ins Auge gefasst ?

LG Hans-Peter Ambros

---

Das der Plan erste Ideen sind ist mir natürlich klar.
Ich würde aber nochmals ein WC neben einer Haustüre bedenken.
Das kann ggf. eine sehr unangenehme Begrüßung sein  :|
Auch sind die Stränge der Kanalisation und Lüftung zu beachten. (OG zu EG)

Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #2 am: 08. August 2010, 21:42:17 »
Hmmm naja Gäste WC im eingang ist doch ok würde ich sagen...OG und EG liegen doch Bäder bzw. WC auf gleicher Pos. somit ist die Kanal verlegung ja besser oder wie dachtest du ?

Grundmaße sind 10x12 Meter laut dem Grunriß....ab ich hier mal so angenommen.Sollen auf jedenfall 2 Vollgechosse geben.Will keine Schrägen.

Offline parcus

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Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #3 am: 08. August 2010, 22:14:41 »
 :mrgreen:
naja, die Geräuschkulisse und Luftqualität, kann da neben der Haustüre nicht so einladend wirken.

Wenn ich im OG die kleinen Kästchen als WC deute, dann sollte ein Strang an der Küchenwand,
der Andere zwischen Windfang und Wohnzimmer herunter kommen.

Hier ist ein zentraler Strang immer besser, denn jeder Strang muss auch entlüftet werden.

---
Ein Passivhaus würde ich schon sehr genau durch planen, insbesondere was die Flächen angeht
und welche Flächen beieinander liegen. Denn schließlich sollte ein Passivhaus rein über die inneren
Energien funktionieren. Gerade bei den höheren Anschaffungskosten ist die spätere Einsparung bei
den Betriebskosten entscheidend.

Ich würde bei sehr guter Planung und ohne Eigenleistung von 1750,-€ pro m² ausgehen.
(Ich würde nicht zu niedrig ansetzen, sodass die Finanzierung nicht ist Schleudern kommt.)
Bei ungünstiger Planung oder teilweise gehobenen Ausstattungswünschen von 1.750,- bis 2.000,-€ pro m² ausgehen.
Die Oberklasse würde ich bei 2.000,-€ bis 2.500,-€ pro m² sehen.



Nach dem Entwurf sollte die Erschießungsseite, gleich der Nordseite sein. (Kältepuffer)
Insofern wäre die Südseite, eine Giebelseite von dem Pultdach, was ungünstig wäre.
Besser wäre hier die aufsteigende Seite des Pultdaches zur Fensteranordnung.
Siehe auch die Kriterien für Solarthermie oder Fotovoltaik.
« Letzte Änderung: 08. August 2010, 22:31:16 von H.-P. Ambros »

Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #4 am: 08. August 2010, 23:11:11 »
hm ja das dient ja nur der vorstellung unserer gedanken natürlich muss da noch dran gefeilt werden mit zum beispiel dir.aber dazu kommen wir ja dann noch.was zählt denn alles zu der wohnfläche? Wc hauswirtschaftsraum usw. ? Und was muss beim grundstück geachtet werden außer das die südseite nach hinten geht für terrasse und große fenster?

Offline parcus

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Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #5 am: 09. August 2010, 00:14:03 »
nach der Wohnflächenverordnung fällt bei derzeitigen Planungsstand nur die Garage raus.
(Ist aber in Wirklichkeit komplizierter)

Mit dem Grundstück sind i.d.R. rechtliche Auflagen wie die Landesbauordnung, der Bebauungsplan, usw. zu berücksichtigen.
Aber auch die Erschließung wie Zufahrt, oder die Verschattung bei einem Passivhaus, die Höhenunterschiede.
Ohne konkretes Grundstück kann man so nicht viel sagen.

Von der Planung her, müssten aber schon mal die Räume um 90° gedreht werden,...also am besten nochmal neu dran setzen.



Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #6 am: 09. August 2010, 08:51:06 »
inwiefern um 90 grad drehn ? Sollte ich Eingang und Terasse/Wohnzimmer nicht gegenüberliegend machen ?

Offline parcus

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Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #7 am: 09. August 2010, 20:27:50 »
Ein Pultdach würde über die schmale Hausseite steigen.
Was derzeit nicht die Südseite sein kann.
Das heißt das "Rechteck" des Grundrisses müsste um 90° gedreht werden.

Die sogenannte "Durchwohnsituation" ist schon okay.
Nur werden die Räume so nicht mehr passen.
« Letzte Änderung: 09. August 2010, 20:29:32 von H.-P. Ambros »

Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #8 am: 09. August 2010, 22:31:44 »
So müsste es besser passen...aber ich finde die Treppe mit 3.75 Meter laut DIN muss die nur 3 Meter haben aber empfohlen werden die 3.75 Meter.
Das raubt ein wenig Platz...vllt. hast ne kleine Idee anregung, aber grundlegend wollen wir die Aufteilung so lassen...

mfg
« Letzte Änderung: 09. August 2010, 23:01:30 von Bunnyguard »

Offline parcus

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Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #9 am: 10. August 2010, 00:31:52 »
Genau, so könnte das auch mit dem Kanalstrang klappen.
Jetzt musst Du Dir aber erst noch Gedanken machen,
wie das Haus stehen soll, d.h. die Statik.

Auf was liegen denn die Decken auf ?

Treppe, DIN ?  Das funktioniert weder mit, 3,0 oder 3,75m.
Spielt aber auch gar keine Rolle, erst mal muss der Grundriss und Aufriss funktionieren.

Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #10 am: 10. August 2010, 11:41:53 »
Ja das muss ja der Statiker machen :)
Aufliegen kann die Decke lediglich nur auf den Grundmauern rings herum und ich hab mir das so gedacht das unter der Treppe eine Wand gezogen wird die mir im Wohnzimmer als Stellwand dient.
Das sollte die einzigste Raumhohe Wand im EG sein...Sollte denke ich machbar sein...mit einer Beton Stützwand die man evtl. mit Regips zu einer Einbauwand machen kann somit hat man sich auch gleich eine Wohnwand gespart...

So mal meine gedanken...


PS: Kosten von Fertighaus oder Massivhaus?  Was würdest du sagen wo man billiger weg kommt grad auch beim Passivhaus?
Da ich gelernter Holzmechaniker bin, mein Bruder Metaller mein Vater Polier auf dem Bau habe ich auch hilfe für Eigenleistung wo ich nicht nur wegen kosten ersparnis machen will sondern auch das ich an meinem Haus auch selber was gemacht habe.Wo lässt sich da besser Sparen?

Und vorallem könntest du grob überschlagen was das so ca. kosten würde und wie lange es dauern würde wenn der Plan alles fertig ist?

mfg und Danke
« Letzte Änderung: 10. August 2010, 20:10:07 von Bunnyguard »

Offline parcus

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Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #11 am: 10. August 2010, 20:32:34 »
öhm, der Staiker rechnet nur Dinge die auch funktionieren können,
d.h. hier ist erst einmal ein Architekt gefragt, der aus Eurem Raumprogramm eine funktionierendes Haus macht.

10-12m Freitragend kannst Du knicken, diese Deckenhöhen bekommst Du gar nicht beim Bauamt durch.

Sehe es so, Du entwickelst hier ein Funktions- und Raumprogramm, nicht mehr. das ist kein Vorentwurf, oder
etwas nach dem man eine Genehmigungsplanung erstellen könnte.

Ich würde an Euer Stelle auf ein Holzständerhaus gehen. Das ist ideal für Eigenleistungen wenn ein Holzwurm
und Metaller dabei ist. Ich mache sowas z.B. gerne als Bauherr / Architekt Konzept. So hat der Bauherr auch
auf seine Eigenleistung eine Gewährleistung.
Ggf. auch ein Kombi zwischen Holzständer mit massivem Innenkern als Wärmespeicher und Hitzeschutz.
In letzteres spielt aber die Architektur erheblich rein.

Hier gehe ich so vor, das zunächst ein Festpreis für den schlüsselfertigen Zustand festgemacht wird.
Natürlich schon auf die KfW-Programme ausgelegt.

Dann wird alles herausgezogen, was realistisch ist.

Ich lasse immer aus Gewährleistungsgründen die Gebäudehülle komplett erstellen.
Zumindest aber Wand und Dach bis zur Konterlattung, sodass die GK Arbeiten und Vorwandinstallation schon
in Eigenleistung erbracht werden. (Von außen fertig, d.h. Fassade, Fenster,Dach)

Ansonsten auch wegen der Gewährleistung, die Lüftungsanlage mit Wäremerückgewinnung und die Notheizung.

Kurzum, ich würde überall dort Eigenleistungen erbringen, wo Arbeitszeit anfällt, die Gewährleistung aber nicht
berührt wird. Wenn ich so meine letzten BV betrachte, sind es max. 30% die gespart werden können.
Dann braucht der Bauherr aber dringend Urlaub  :mrgreen:

Auch so, der Eigenleistungsanteil verzögert oft sehr stark ein BV. Man glaubt gar nicht, wie viele Freunde dann auf
einmal keine Zeit mehr haben.
Ich würde hier schon einmal pro Etage 3-6 Monate rechnen.
Am besten ist, wenn man in der Nähe noch eine Wohnung hat.
Dann kann man Abends auch mal eher den Bau aus dem Kopf bekommen, schließlich soll es auch noch andere Sachen geben. :asia:

Bei Fertighaus als Passivhaus, wäre ich sehr vorsichtig, denn das ist nicht das typische Fertighaus Klientel.
Okay, natürlich gibt es auch Huf, Weber,...
da hier erst ab 2020 Passivhäuser zwingend sind, werden die meisten Hersteller auch dann erst größere Erfahrungen sammeln.

Um überhaupt einen Vorentwurf anzugehen, ist natürlich ein Grundstück und soweit vorhanden der Bebauungsplan eine wichtige
Voraussetzung,  natürlich kommt dann noch das ganze baurechtliche Umfeld bishin zu den Förderkriterien hinzu.
Nicht umsonst ist die eigentliche Genehmigungsplanung im Verhältnis deutlich geringer.

Was die Planungszeit angeht, ist ein Passivhaus sehr aufwendig und gut das die Planer nicht nach Stundenaufwand sondern
Leistung bezahlt werden.
Wenn wir sowas z.B. mit einen 4 Mann Team angehen (Entwurfsarchitekt, Planungsarchitekt, Statiker, Fachplaner TGA),
dann können die Leistungsphasen 1-3 schon mal 3- 6 Monate dauern, schließlich wollen alle Familienmitglieder ihren Traum
realisiert sehen. Insbesondere wenn eigentlich wie bei Dir noch nichts brauchbares da ist.
Die Genehmigungsplanung geht dann mit max. 1 Monat mit am schnellsten.
Leistungsphasen 5-7 können wieder 3-5 Monate sein.
Leistungsphasen 8-9 laufen parallel, ggf. auch Teile von 6-7.
« Letzte Änderung: 10. August 2010, 20:54:03 von H.-P. Ambros »

Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #12 am: 10. August 2010, 20:52:16 »
Wenn ich deine Sätze jetzt mir so durch denn Kopf gehen lasse, stell ich mir die frage wieso sollte ich auf Dich zurück greifen?
Ich dachte mit dir als Passivhaus Spezialist ist das besser, aber deine Sätze sagen mir ich sollte lieber auf Schwörer,Weber, etc. zurückgreifen???

Laut deren Homepages haben die schon so ihre erfahrungen in sachen Passivhaus.Ist nur die frage Schwörer z.b. bietet zum Passivhaus lediglich eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung an Solar etc. und für Zeiten wo das nicht ausreicht sind Keramik Elemente in denn Austritts Düsen der Lüftung indem man nachheizen kann.

Stell ich mir natürlich die frage, wenn ich da immer 50 oder 100 Euro mehr an Strom kosten habe wo rechnet sich das denn..?

Für ein Passivhaus muss ja die Südseite Frei sein und auch Frei bleiben auf Lebenszeit...sehe ich ja richtig soweit?
« Letzte Änderung: 10. August 2010, 20:54:54 von Bunnyguard »

Offline parcus

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Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #13 am: 10. August 2010, 21:06:17 »
Natürlich wird niemand als Marketing, von sich geben, wir haben kaum Passivhäuser gebaut.
Dennoch ist die Realität eine andere, denn noch lange nicht jeder ist davon überzeugt,
dass Energiekosten in dem nächsten Jahrzehnt wirklich teurer werden.
Wäre es so, könnte ich mir dieses Forum sparen.

Die 1 Mio. wenn das bei Huf oder Weber reicht, muss man auch erst einmal auf dem Konto haben.
Genau das ist auch der Knackpunkt, noch lange nicht jeder kann sich die höheren Anschaffungskosten leisten.

Was Du erwähnst ist auch völlig richtig, gerade bei einem energieeffizienten Haus, gehört alles gerechnet,
insbesondere die Amortisation und Rentabilität. Im Zusammenspiel mit der Architektur gar nicht anders machbar.
Deshalb Bedarf es hier auch bei der Planung immer eines guten Teams, egal wo dieses sitzt.

Wo die Unterschiede bei der Ausführung liegen, brauche ich doch bei Euch Handwerkern nicht zu erwähnen.

Die Ausführung ist hier auch besonders wichtig, ich würde ruhig sagen Planung / Ausführung 50% / 50%.
Baut hier einer Mist, ist immer der Bauherr der Leid tragende.

Sie sich Preis zusammen setzen, brauchen wir wohl auch nicht diskutieren.

« Letzte Änderung: 10. August 2010, 21:12:43 von H.-P. Ambros »

Re: Was wird das ca. wohl kosten?
« Antwort #14 am: 10. August 2010, 21:10:39 »
Naja mir wäre natürlich ein Haus Stein auf Stein auch lieber...aber die kosten...

Wenn wir mal wie gesagt so ca. von dem Grundriss ausgehn oder die m³ was da vorhanden sein sollen.
Was meinst du wird das Haus ca. kosten wenn ich das alles als GU über dich laufen lasse?

Das ich mal ein anhaltspunkt habe im Vergleich zu Fertighaus Firmen etc.